Ein Covered Bond ist ein mit Vermögenswerten besichertes Wertpapier, das in einem Deckungspool platziert wird.

Es ist der Cashflow, der durch diesen Deckungsstock, wie z.B. Hypotheken, generiert wird, der die Rückzahlung und die Zinszahlungen der Pfandbriefe, die als sehr sicher gelten, gewährleistet.

Covered Bond: Definition und Interesse für Investoren

Die ersten Pfandbriefe erschienen Ende des 18. Jahrhunderts, nach dem Siebenjährigen Krieg, als Preußen beschloss, seinen Wiederaufbau durch die Ausgabe von Wertpapieren (Pfandbriefen) zu finanzieren, die mit Grundstücken verpfändet waren, dem damaligen “Deckungsstock”.

Seitdem haben diese durch Erträge aus Hypotheken oder Darlehen der öffentlichen Hand gesicherten Forderungen einen erfolgreichen Lauf.

Gut zu wissen: Ende 2013 erreichte der Markt für in Euro emittierte Covered Bonds 640 Mrd. Euro, heute sind es über 700 Mrd. Euro.

Der Erfolg dieser Anleihen ist mit der Sicherheit verbunden, die sie den Investoren bieten.

Wie alle Anleihen zahlen sie Kupons und ihr Kapital wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie durch ein Portfolio von Vermögenswerten besichert sind, die sie garantieren (selbst wenn der Emittent ausfällt). Im Falle eines Ausfalls haben die Inhaber einen vorrangigen Rückgriff auf die Vermögenswerte in diesem Pool.

Gut zu wissen: Durch diese Sicherheit profitieren Pfandbriefe bei der Beurteilung durch Rating-Agenturen oft von einem höheren Rating als andere private Schuldtitel.

Deckungsstock und gedeckte Schuldverschreibung

Der Deckungsstock der Covered Bonds besteht aus einem Portfolio von Immobilienhypotheken (und/oder gewerblichen Krediten), die nach ihrer Qualität ausgewählt werden.

Im Falle einer Verschlechterung der Qualität dieser Kredite (Ausfall des Kreditnehmers etc.) werden zusätzliche Vermögenswerte in den Pool eingebracht, um dessen Immunität gegen Risiken zu erhöhen.

Im Prinzip ähneln Covered Bonds daher den Asset-Backed Securities (ABS), die durch Verbriefung entstehen, einer Technik, die darin besteht, Forderungen in Wertpapiere umzuwandeln und diese an Investoren weiterzuverkaufen. Die Vermögenswerte, die als Sicherheiten für die Zahlung von Covered Bonds verwendet werden, verbleiben jedoch in der Bilanz des Emittenten, was sie von ABS unterscheidet, die daher weniger sicher sind.

Wenn die potenzielle Liquidation der Deckungsstockaktiva nicht ausreicht, um die Gläubiger zu entschädigen, profitieren diese automatisch von allen Garantien, die den vorrangigen Schulden gewährt wurden (die so genannte “pari passu”-Klausel).

Denken Sie daran: Vorrangige Schulden haben Zahlungspriorität und spezifische Garantien im Vergleich zu nachrangigen Schulden (subordinated debt).

Während nachrangige und vorrangige Bankanleihen im Falle einer schweren Finanzkrise zur Rettung von Banken eingesetzt werden können, sind Pfandbriefe nicht vom Bail-in-Verfahren betroffen.

Zur Erinnerung: Das Bail-in gibt dem Staat die Befugnis, von den Gläubigern eines Kreditinstituts in Schwierigkeiten zu verlangen, die Höhe ihrer Forderungen zu reduzieren oder sie in Aktien dieses Instituts umzuwandeln.

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